Pressemitteilung:
STAATSANWALTSCHAFT BEANTRAGT EINSTELLUNG DES VERFAHRENS
GEGEN CHURCH OF SCIENTOLOGY IN FLORIDA
(CLEARWATER/MÜNCHEN) In einem Verfahren im Zusammenhang mit der
1995 verstorbenen Lisa McPherson, Clearwater/Florida, hat die zuständige
Staatsanwaltschaft jetzt die Einstellung des von ihr selbst angestrengten
Verfahrens gegen die örtliche Church of Scientology beim Bezirksgericht
beantragt. Der tragische Tod des Scientology-Mitglieds
Lisa McPherson, die völlig unerwartet Ende 1995 an einer Lungenembolie
in Folge eines Autounfalls verstorben war, hatte auch in Deutschland zu
massiven Spekulationen und Verdächtigungen geführt.
Im November 1998 hatte die Staatsanwaltschaft zunächst Anklage
gegen die in Clearwater ansässige Scientology Kirche wegen
Vernachlässigung
der Sorgfaltspflicht gegenüber einem Gemeindemitglied erhoben. Der
jetzige Antrag der Staatsanwaltschaft basiert auf dem revidierten Gutachten
der Gerichtsmedizin, in dem bestätigt wurde, dass es sich bei
dem Tod Lisa McPhersons um die unvorhersehbaren Folgen eines Autounfalls
handelte. Entgegen früherer Mutmaßungen war die Todesursache
keineswegs durch irgendwelche vorherigen Pflichtverletzungen auf seiten
der Kirche oder ihrer hauptamtlichen Mitarbeiter begründet.
Mike Rinder, Sprecher der Church of Scientology International (Sitz Los Angeles) erklärte: "Wir begrüßen den Antrag der Staatsanwaltschaft, die alle Fakten genauestens überprüft hatte. Dies markiert das Ende einer Ära des Mißtrauens und der Mißverständnisse."
"Wir hatten die Angelegenheit selbst gründlichst untersucht. Führende
medizinische Experten haben der Gerichtsmedizin die Ergebnisse ihrer
Prüfungen
präsentiert und diese Schlußfolgerungen wurden einer erneuten
Prüfung unterzogen. Dies führte schließlich dazu, dass
die Sterbeurkunde geändert werden mußte. Wir hätten
natürlich
auch warten können, bis das Gericht über die anhängigen
Anträge zur Abweisung der Klage zu entscheiden hätte. Nachdem
jedoch bewiesen werden konnte,
dass zuvor entlastende Beweise zugunsten der Scientology Kirche durch
das Büro des Gerichtsmediziners vernichtet worden waren, war man
schließlich
bereit, den Fall neu aufzurollen. In den letzten Jahren wurden zahlreiche
falsche Anschuldigungen erhoben. Das gehört jetzt der Vergangenheit
an", so Rinder.
Lisa McPhersons Tod war eine Tragödie. Die Scientologen, die Lisa kannten, vermissen sie sehr. Es gab dennoch einige Wenige, die aus diesem Unglück Kapital für sich selbst schlagen wollen, um der Scientology Kirche größtmöglichen Schaden zuzufügen. Nach Lisa McPhersons Tod haben sie alle erdenklichen Geschichten erfunden und diese verbreitet.
Eine der am häufigsten bemühten Behauptungen war, daß
Lisa McPherson während ihres Aufenthalts in der Kirche 50 Pfund an
Gewicht verloren hätte. Es konnte jedoch auch hier zweifelsfrei bewiesen
werden, dass diese Behauptung falsch war. Des weiteren hiess es, Lisa McPherson
hätte unter einem Flüssigkeitsmangel gelitten, der zu ihrem Tod
beigetragen hätte. Die den Experten vorgelegten Beweise zeigten ohne
jeden Zweifel, dass auch diese Behauptung falsch war. Hinzu kommt, dass
in der gesamten wissenschaftlichen Literatur und in der gesamten medizinischen
Geschichte kein einziger Fall bekannt geworden ist, in der
Flüssigkeitsmangel
die Ursache für eine Lungenembolie war.
"Wir gehen davon aus, dass auch eine Tante von Lisa McPherson die Zivilklage
fallen lassen wird. Sie hatte in der Vergangenheit vor Gericht erklärt,
ihr einziges Interesse gelte der Feststellung der wirklichen Todesursache
Lisas, die nun zweifelsfrei feststeht. Dieser Fall ist in erster Linie
von Scientology-Gegnern dazu benutzt worden, den Tod einer Scientologin
für ihre zweifelhaften Ziele zu mißbrauchen. Sie hätten
ihm keine Sekunde ihrer Aufmerksamkeit geschenkt, wäre Lisa
McPherson eine Katholikin gewesen. Es ist an der Zeit, dass Lisas Freunde
- die, die für sie gesorgt haben und die ihr am Herzen lagen - ihren
Frieden finden können und sich nicht mehr gegen jene zur Wehr setzen
müssen, die glauben, mit dem Tod eines Menschen auch noch lukrative
Geschäfte machen zu können", erklärte Mike Rinder
abschließend.
Für den Inhalt und weitere Informationen: Georg Stoffel
Anlagen:
Beigefügt finden Sie den
Antrag der Staatsanwaltschaft
und
die Übersetzung
(2 Seiten)