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Pressemitteilung:

14. Juni 2000
VERDÄCHTIGUNGEN WEGEN TODESFALL AUSGERÄUMT

STAATSANWALTSCHAFT BEANTRAGT EINSTELLUNG DES VERFAHRENS
GEGEN CHURCH OF SCIENTOLOGY IN FLORIDA
 

(CLEARWATER/MÜNCHEN) In einem Verfahren im Zusammenhang mit der 1995 verstorbenen Lisa McPherson, Clearwater/Florida, hat die zuständige Staatsanwaltschaft jetzt die Einstellung des von ihr selbst angestrengten Verfahrens gegen die örtliche Church of Scientology beim Bezirksgericht beantragt. Der tragische Tod des Scientology-Mitglieds
Lisa McPherson, die völlig unerwartet Ende 1995 an einer Lungenembolie in Folge eines Autounfalls verstorben war, hatte auch in Deutschland zu massiven Spekulationen und Verdächtigungen geführt.

Im November 1998 hatte die Staatsanwaltschaft zunächst Anklage gegen die in Clearwater ansässige Scientology Kirche wegen Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht gegenüber einem Gemeindemitglied erhoben. Der jetzige Antrag der Staatsanwaltschaft basiert auf dem revidierten Gutachten der Gerichtsmedizin, in dem bestätigt wurde, dass es sich bei
dem Tod Lisa McPhersons um die unvorhersehbaren Folgen eines Autounfalls handelte. Entgegen früherer Mutmaßungen war die Todesursache keineswegs durch irgendwelche vorherigen Pflichtverletzungen auf seiten der Kirche oder ihrer hauptamtlichen Mitarbeiter begründet.

Mike Rinder, Sprecher der Church of Scientology International (Sitz Los Angeles) erklärte: "Wir begrüßen den Antrag der Staatsanwaltschaft, die alle Fakten genauestens überprüft hatte. Dies markiert das Ende einer Ära des Mißtrauens und der Mißverständnisse."

"Wir hatten die Angelegenheit selbst gründlichst untersucht. Führende medizinische Experten haben der Gerichtsmedizin die Ergebnisse ihrer Prüfungen präsentiert und diese Schlußfolgerungen wurden einer erneuten Prüfung unterzogen. Dies führte schließlich dazu, dass die Sterbeurkunde geändert werden mußte. Wir hätten natürlich auch warten können, bis das Gericht über die anhängigen Anträge zur Abweisung der Klage zu entscheiden hätte. Nachdem jedoch bewiesen werden konnte,
dass zuvor entlastende Beweise zugunsten der Scientology Kirche durch das Büro des Gerichtsmediziners vernichtet worden waren, war man schließlich bereit, den Fall neu aufzurollen. In den letzten Jahren wurden zahlreiche falsche Anschuldigungen erhoben. Das gehört jetzt der Vergangenheit an", so Rinder.

Lisa McPhersons Tod war eine Tragödie. Die Scientologen, die Lisa kannten, vermissen sie sehr. Es gab dennoch einige Wenige, die aus diesem Unglück Kapital für sich selbst schlagen wollen, um der Scientology Kirche größtmöglichen Schaden zuzufügen. Nach Lisa McPhersons Tod haben sie alle erdenklichen Geschichten erfunden und diese verbreitet.

Eine der am häufigsten bemühten Behauptungen war, daß Lisa McPherson während ihres Aufenthalts in der Kirche 50 Pfund an Gewicht verloren hätte. Es konnte jedoch auch hier zweifelsfrei bewiesen werden, dass diese Behauptung falsch war. Des weiteren hiess es, Lisa McPherson hätte unter einem Flüssigkeitsmangel gelitten, der zu ihrem Tod beigetragen hätte. Die den Experten vorgelegten Beweise zeigten ohne jeden Zweifel, dass auch diese Behauptung falsch war. Hinzu kommt, dass
in der gesamten wissenschaftlichen Literatur und in der gesamten medizinischen Geschichte kein einziger Fall bekannt geworden ist, in der Flüssigkeitsmangel die Ursache für eine Lungenembolie war.

"Wir gehen davon aus, dass auch eine Tante von Lisa McPherson die Zivilklage fallen lassen wird. Sie hatte in der Vergangenheit vor Gericht erklärt, ihr einziges Interesse gelte der Feststellung der wirklichen Todesursache Lisas, die nun zweifelsfrei feststeht. Dieser Fall ist in erster Linie von Scientology-Gegnern dazu benutzt worden, den Tod einer Scientologin für ihre zweifelhaften Ziele zu mißbrauchen. Sie hätten ihm keine Sekunde ihrer Aufmerksamkeit geschenkt, wäre Lisa
McPherson eine Katholikin gewesen. Es ist an der Zeit, dass Lisas Freunde - die, die für sie gesorgt haben und die ihr am Herzen lagen - ihren Frieden finden können und sich nicht mehr gegen jene zur Wehr setzen müssen, die glauben, mit dem Tod eines Menschen auch noch lukrative Geschäfte machen zu können", erklärte Mike Rinder abschließend.

Für den Inhalt und weitere Informationen: Georg Stoffel

Anlagen:
Beigefügt finden Sie den Antrag der Staatsanwaltschaft und die Übersetzung (2 Seiten)
 

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