Pressemitteilung:
München, 3. April 2003
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof:
RELIGIONSFREIHEIT SCHEITERT AN STÄDTISCHER ANTRAGSFRIST
SCIENTOLOGEN STREITEN WEITER FÜR INFO-ZELTE
Die Informationsausstellung der „Ehrenamtlichen Scientology-Geistlichen"
in der Schillerstraße 17 unter dem Motto „MAN KANN IMMER ETWAS TUN" geht
morgen zu Ende. Mit bisher rund 5.000 Besuchern ist sie die erfolgreichste
Veranstaltung der Scientologen.
Wer die Urteilsbegründung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zugunsten
der Landeshauptstadt München liest, könnte Zweifel an der Unabhängigkeit
des Gerichts bekommen. Grundsätzlich bezweifelt das Gericht nicht nur alle
Gerichtsentscheidungen und Anerkennungen zugunsten der Church of Scientology
International, sondern auch sämtliche Ausführungen der Betroffenen.
Tragender Grund für die Versagung der Sondernutzungserlaubnis: der Antrag
sei zu spät gestellt worden, die 2-Monatsfrist wurde nicht eingehalten. Das
Münchner Verwaltungsgericht sah darin keinerlei Problem, da bekanntlich andere
Antragsteller ebenfalls diese Frist nicht einhalten. Im übrigen sei der
Odeonsplatz
groß genug, Scientology eine Weltanschauungsgemeinschaft und die Veranstaltung
genehmigungsfähig als Veranstaltung anderer religiöser Gemeinschaften.
„Na,
dann mal an die (ehrenamtliche) Arbeit", dachten sich die Scientologen, als
jedoch der VGH die Flöhe husten hörte und in den potentiellen Spenden an
die Ehrenamtlichen Geistlichen „den Verdacht gewerblicher Ziele" sah.
Unterstützt
von verfälschten Darstellungen der Landeshauptstadt fußte der Beschluß am
Ende noch auf dem Eindruck eines Sektenbeauftragten, der vor Gericht schon
einmal eine Falschbehauptung über Scientology zugegeben hatte.
Die Veranstaltung über die moralisch-sozialen Hilfsprojekte der Ehrenamtlichen
Geistlichen der Scientology Kirche ging schon letztes Jahr in etlichen deutschen
Städten problemlos vonstatten, darunter Düsseldorf, Frankfurt, Hannover,
Berlin, Stuttgart, Karlsruhe und sogar Hamburg, nur in München nicht. Warum?
Unabhängig von der rechtlichen Auseinandersetzungen mit der Stadt München
stellten die Ehrenamtlichen ihre Arbeit in der Münchner Schillerstraße 17
vor. Mit bisher rund 5.000 Besuchern gehört die Veranstaltung zu den bisher
erfolgreichsten in der Landeshauptstadt.
Neben der Vorstellung von Hilfsprojekten in Katastrophengebieten liegt der
Schwerpunkt der Ausstellung auf der Demonstration alltäglicher Hilfestellungen
für Freunde, Nachbarn, den Mitmenschen ebenso wie auf der Vermittlung
spiritueller
Grundlagen, die auf den Erkenntnissen L. Ron Hubbards basieren.
Speziell der Irak-Krieg lässt viele Menschen in einem Zustand der Hilf- und
Ratlosigkeit zurück. Gerade jetzt ist es daher wichtig zu lernen, wie man
sich selbst und seinen Mitmenschen in Situationen der Not effektiv helfen
kann.
Man kann lernen, wie man Betrunkenen hilft, wie man müde Schüler und Studenten
interessiert und agil werden läßt. Den Besuchern wird gezeigt, wie man Konflikte
löst, wie man einer Person helfen kann, den Drogen zu entsagen, oder wie
man sich im Leben Ziele steckt und sie auch erreicht. Alle Vorführungen und
Demonstrationen sind selbstverständlich beitragsfrei und unverbindlich.
Für weitere Informationen: Sabine Weber/Georg Stoffel - 089-27 81 77 32