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PRESSEMITTEILUNG:

München, 03. März 2000

Scientologen reichen Menschenrechtsbeschwerde bei der
Internationalen Industrie- und Handelskammer in Paris ein

Post durch den anwaltlichen Vertreter und Menschenrechtsexperten der Church of Scientology International bekam jetzt der Präsident des International Chamber of Commerce (ICC), Adnan Kassar, in Paris. Auf 9 Seiten legt der Washingtoner Menschenrechtsanwalt der Scientologen schlüssig dar, wie die deutschen Kollegen der Industrie- und Handelskammern in Deutschland Mitglieder der Scientology-Kirche bundesweit und systematisch diskriminieren und ausgrenzen lassen.

Durch die Verbreitung sogenannter „Sekten-Filter“, welche die IHKs ursprünglich und guten Glaubens von Behördenvertretern, Sektenjägern und den Wirtschaftsministerien von Bund und Land ans Herz gelegt bekamen, verstoßen gegen so ziemlich alle  Menschen-rechtskonventionen Europas und den Vereinten Nationen und waren auch Bestandteil im letzter Freitag erschienenen Menschenrechtsbericht der Vereinigten Staaten von Amerika.

Während deutsche Behörden bei direkten Diskriminierungen mit empfindlichen Strafen und internationalen Rügen durch Menschenrechtsgremien rechnen müssen, gibt es in der deutschen Wirtschaft - zumindest im Moment noch - kein Diskriminierungs-
verbot. Über die quasi halbstaatliche Körperschaft der Industrie- und Handelskammer haben Behördenvertreter und Ministerien noch während der Ära Kohl ihre Ausgren-zungspolitik durchgedrückt, haben sich den eigenen Verpflichtungen entzogen und die menschenrechtsverletzende „Drecksarbeit“ der deutschen Wirtschaft überlassen.

Die jetzige Beschwerde an die Internationale Industrie- und Handelskammer ist jedoch nur ein Schritt zur Abschaffung bundesdeutscher Diskriminierungspolitik aus der ehemaligen Kohl-Ära.

Für mehr Information:

Menschenrechtsbüro - Ingo Lehmann - 089/27817738
Presseamt - Sabine Weber - 089/27817732