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PRESSEMITTEILUNG

 10.08.1998
ABSCHLUßVERANSTALTUNG ZUM EUROPÄISCHEN MARATHON FÜR RELIGIONSFREIHEIT" IN FRANKFURT MIT TAUSENDEN VON MENSCHEN

REPRÄSENTANTEN VON RELIGIÖSEN MINDERHEITEN WOLLEN VON
DER BUNDES REGIERUNG TATEN GEGEN DISKRIMINIERUNG SEHEN

(FRANKFURT) Frankfurt war das Ziel eines von Scientologen organisierten 3.000 km langen "Europäischen Marathons für Religionsfreiheit" zu Ehren des 50. Jahrestags der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte". Nach einem Lauf durch acht europäische Länder forderten Religionsrepräsentanten aus dem In- und Ausland bei der Abschlußveranstaltung vor Tausenden von Menschen an der Frankfurter Alten Oper von der Bundesregierung "endlich Taten gegen religiöse Diskriminierung in Deutschland". Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" muß eingehalten werden, verlangten Redner von religiösen Minderheiten und Menschenrechtsorganisationen. Bloße Lippenbekenntnisse reichten dazu nicht aus.

Erst am Freitag hatten über 50 Abgeordnete des amerikanischen Repräsentantenhauses eine neue Resolution eingebracht, die Bonn wegen Diskriminierung aus religiösen Gründen kritisiert.

Ausgelaugt nach ihrem über 3.000 km langen Lauf durch acht europäische Länder trafen Ultra-Marathon-Läufer in der glühenden Mittagshitze an ihrem Zielort in der Frankfurter City ein. Sie trugen die Flaggen ihrer Herkunftsländer und überbrachten als Repräsentanten des "Europäischen Marathons für Religionsfreiheit" eine symbolische "Fackel der Freiheit", die sie während der ganzen Strecke mit sich führten. Auf einer großen Bühne an der Frankfurter Alten Oper wurden sie von über 20 Vertretern von verschiedenen Religionsgemeinschaften und Menschenrechtsorganisationen willkommen geheißen. Mehrere Tausend Menschen nahmen an der Abschlußveranstaltung teil.

Die Läufer präsentierten auf der Bühne eine Proklamation zu Ehren des 50. Jahrestags der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte". Während des sechs Wochen langen Laufs durch acht europäische Länder wurde die Proklamation von Hunderten von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterzeichnet. Darin wird Deutschland aufgerufen, "als die führende Nation in Europa, ehrliche und wirksame Anstrengungen zu unternehmen, um allen Formen der religiösen Diskriminierung innerhalb ihrer Grenzen ein Ende zu setzen, wohl wissend, daß in neunzehn offiziellen Berichten von Regierungen und Menschenrechtsorganisationen ein Klima der Intoleranz in Deutschland festgestellt wurde".

Bei der interreligiösen Abschlußveranstaltung unterstützten Repräsentanten von Religionen und Menschenrechtsorganisation aus dem In- und Ausland in Ansprachen diese Forderung. Zu den Hauptrednern zählten der Amerikaner Irving Sarnoff, Gründer der Vereinigung "Friends of the United Nations", der die Läufer des "Europäischen Marathons für Religionsfreiheit" auf dem zweiten Teil ihrer Strecke selbst durch die Länder Schweiz, Italien, Österreich nach Frankfurt begleitete, um seine Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Zu den weiteren Hauptrednern zählten die Berliner Religionswissenschaftlerin Dr. Gabriele Yonan, Ellie Gampel, Leiter der Zentralen Gemeinde für das orthodoxe Judentum in Deutschland, Dr. Mohammed Herzog, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft deutschsprachiger Muslime und Freunde des Islam e.V. in Berlin und Kurt Weiland, Vorstandsmitglied der Scientology Kirche International mit Sitz in Los Angeles.

Weiland sprach in seiner Rede mit Blick von der Frankfurter Alten Oper auf das nahegelegene Hauptgebäude der Deutschen Bank ein aktuelles Beispiel als Ausfluß religiöser Diskriminierungspolitik an, die aber in Amerika nicht toleriert würde und auch von den Bossen der Deutschen Bank nicht unter der Rubrik "Peanuts" abgehandelt werden kann. Kurt Weiland zitierte eine Meldung der Deutschen Presseagentur, wonach eine Angestellte der New Yorker Niederlassung der Deutschen Bank von einem Vorgesetzten allein wegen ihrer Scientology-Mitgliedschaft benachteiligt wurde. Nach dem Agenturbericht hat sich die Bank inzwischen bei der Betroffenen schriftlich entschuldigt und ihr 125.000 Dollar Schadensersatz für die erlittene Diskriminierung bezahlt.

Neben Songs zum Thema Religionsfreiheit, bildete die Enthüllung einer vier Meter hohen Marmor-Skulptur in Form einer Friedenstaube den optischen Abschluß der Veranstaltung.

Für den Inhalt und weitere Informationen: Georg Stoffel, Scientology Kirche Deutschland