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50 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Ein Grund zum Feiern?

Als "keinen Grund zum Feiern" sieht die Oberste Menschenrechtsschützerin der Vereinten Nationen, Mary Robinson, den am 10. Dezember 1998 stattfindenden 50. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Diskriminierungen seien weiterhin an der Tagesordnung: "Eine solche Niederlage kann uns nur beschämen.". Deutsche Politiker wie der Ex- Außenminister Klaus Kinkel beliebten bei einer solchen Aussage auf ferne Länder zu zeigen, die "ganz schlimm" die Menschenrechte verletzen würden.

Lagebericht Deutschland

Seelische Folter, gesellschaftliche Ächtung und Verfolgung von Minderheiten, Existenzvernichtung. "Das gibt es in Deutschland nicht". Oder doch? Artikel 2 der Menschenrechtserklärung besagt: "Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand." . Allein im Jahre 1998 haben bisher mehr als 200 Personen einer einzigen religiösen Minderheit herausfinden müssen, was dieser Artikel für sie persönlich bedeutet: Entlassung aus dem Beruf wegen ihrer persönlichen Überzeugung, Verweigerung von Arbeits- und Geschäftsverträgen wegen ihrer persönlichen Überzeugung, Boykotte ihrer Firmen, anonyme Morddrohungen, zerschlagene Fensterscheiben und Briefkästen - wegen ihrer persönlichen Überzeugung. Im heutigen Deutschland findet hinter einer sozialen Fassade die systematische Ausgrenzung und existentielle Vernichtung von Menschen statt, die sich nichts zu schulden kommen ließen. Ihr einziges Verbrechen: Sie denken die "falschen" Gedanken.

Gibt es eine Garantie für Menschenrechte?

Ein "Rechtsanspruch" gewährleistet noch nicht die Anwendung und Durchsetzung der staatlich garantierten Menschenrechte. Die Bundesrepublik Deutschland mußte sich wegen zahlreichen Menschenrechtsverstößen in den Jahren 1993, 1994, 1995, 1996, 1997 und auch im Jahre 1998 bei den Vereinten Nationen verantworten. Der Anlaß hierfür waren kontinuierliche Berichte zweier Glaubensgemeinschaften, die über 1200 individuelle Diskriminierungen und Verstöße gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte dokumentiert und eingereicht haben. Die Reaktion einzelner Politiker und Minister: Mehr Diskriminierungen und Repressalien bis hin zu Berufsverboten. Eine öffentliche Kritik an der Bundesrepublik wegen Verletzung von Menschenrechten wurde als "feindlich gegenüber dem Staat" deklariert und damit der Einsatz des teuersten staatlichen Instruments überhaupt - der Geheimdienste - gerechtfertigt. Das ist ein Weg, den die Staaten, die der Ex-Außenminister und Geheimdienstler Kinkel als "ganz schlimm" bezeichnet, schon hinter sich haben.
 
Menschenrechte gelten für jeden

Heute sind es Mitglieder religiöser Minderheiten wie die Charismatischen Christen, Scientologen, moslemische Vereinigungen und andere, deren Menschenrechte routinemäßig verletzt werden - wegen ihrer persönlichen Überzeugung. Morgen könnte es Ihre Vorliebe für Urlaube in der Türkei, Ägypten oder Südafrika sein, die Sie als "Staatsfeind" verdächtig macht. Oder die Tatsache, daß Sie öffentlich gegen Diskriminierung protestieren oder zusammen mit Minderheiten für den Frieden demonstrieren. Ihre persönliche Überzeugung könnte bestimmten Leuten nicht passen. Es gibt eine Chance, diese Entwicklung zu verhindern. Suchen Sie den Dialog mit den angeblich so "gefährlichen" Leuten. Prüfen Sie die Fakten. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung und bauen Sie Vorurteile ab. Sie können dabei nur gewinnen.

Die Vereinten Nationen haben zum 50. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte eine Kampagne unter dem Motto "Alle Menschenrechte für Alle" ausgerufen. Unterstützen Sie diese Bemühungen, indem Sie dem Menschenrechts-komittee der Vereinten Nationen über Ihre Beobachtungen berichten und aktiv - privat wie beruflich - für die Einhaltung der Menschenrechte einstehen.

Mehr Informationen und Adressen erhalten Sie beim Menschenrechtsbüro
der Scientology Kirche Deutschland, Beichstraße 12, 80802 München.
Telefon: 089-27817738, Fax. 089-27817740, E-mail: Hrights@aol.com
 
oder in Ihrer örtlichen Scientology-Kirche:
 
Scientology Kirche Hamburg , Steindamm 63, 20099 Hamburg ,Telefon: 040-3560070

Scientology Kirche Eppendorf , Brennerstr. 12, 20099 Hamburg,Telefon: 040-2804300

Scientology Kirche Hannover , Odeonstr. 17, 30158 Hannover,Telefon: 0511-1611289

Scientology Kirche Berlin , Sponholzstr. 51-52, 12159 Berlin,Telefon: 030-8511071

Scientology Kirche Bayern , Beichstraße 12, 80802 München, Telefon: 089-386070

Scientology Kirche CC München , Landshuter Alle 42, 80637 München,Tel: 089-1236041

Scientology Kirche Düsseldorf, Friedrichstr. 28, 40215 Düsseldorf, Telefon: 0211-374033

Scientology Kirche CC Düsseldorf, Luisenstr. 23, 40215 Düsseldorf, Telefon: 0211-38750

Scientology Kirche Frankfurt, Kaiserstr. 49, 60329 Frankfurt,Telefon: 069-230467

Scientology Kirche Stuttgart, Hohenheimerstr. 9, 70184 Stuttgart, Telefon: 0711-242536
 

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
(Auszüge)
Artikel 1
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2
Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne
irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion,
politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebiets, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Artikel 6
Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.

Artikel 7
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede
Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

Artikel 11
1. Jeder, der wegen einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als
unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.

Artikel 12
Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

Artikel 18
Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.
 

Artikel 19
Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Artikel 22
Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch
darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter
Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der
wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.

Artikel 23
1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende
Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm
und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert,
gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.
4. Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Artikel 24
Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige
Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.

Artikel 26
1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der
Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist
obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.
2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die
Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.
3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Artikel 27
1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an
den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.
2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als
Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.