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PRESSEMITTEILUNG 23.09.1998

SCIENTOLOGY KIRCHE:

VERFASSUNGSSCHUTZ FINDET VON "UNTERWANDERUNGSMÄRCHEN" IN DIE REALITÄT ZURÜCK

(MÜNCHEN) Im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" und in der "Süddeutschen Zeitung" (von heute) wurde ein Bericht der Verfassungsschutzbehörden über die Ergebnisse der einjährigen Scientology- Beobachtung aufgegriffen. Dieser Bericht soll im Herbst der Innenminister-Konferenz präsentiert werden.

In einer ersten Stellungnahme zeigen sich die Scientologen wenig überrascht über die Verfassungsschutz-Ergebnisse. Eine Unterwanderung von Politik, Behörden und Wirtschaft fand niemals statt. Dazu erklären die Scientologen: Einzelne Innenminister und der Verfassungsschutz gingen amtskirchlichen Anti-Sekten-Pfarrern und profitorientierten, selbsternannten Inquisitoren auf dem Leim und müssen sich nun schmerzhaft von ihrem "Unterwanderungsmärchen" trennen. Allerdings sollten die Geheimdienstler nicht länger mit gezinkten Karten spielen, und sibyllinisch von einer "mißlungenen Unterwanderung" reden, die niemals Ziel von Scientology war. Wenn nun drei Jahrzehnte nach Gründung der Scientology Kirche in Deutschland drei Mitglieder in politischen Parteien eruiert wurden, kann sich jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch selbst seinen Reim auf so viel Unsinn machen. Damit solle lediglich eine gigantische Steuergeldverschwendung im Zusammenhang mit der von vornherein sinnlosen und unbegründeten Scientology- Beobachtung verschleiert werden.

"Bei ihren Spekulationen über unsere Mitgliederzahlen verwechseln uns die Verfassungsschützer wohl mit dem Amtskirchen, die seit Jahrzehnten einem kontinuierlichen Mitgliederschwund erleiden", heißt es dazu in der Stellungnahme der Scientologen. "Hinsichtlich der behaupteten finanziellen Schwierigkeiten müsse man die Einschätzungen der Verfassungsschützer fast durchwegs enttäuschen. Bei dem von ihnen so gerne amputiert wiedergegeben Zitat `Mache Geld, mache mehr Geld ...`, würde es sich um eine unspektakuläre interne Finanzrichtlinie Scientologys handeln, die vollständig im wesentlichen besagt, daß die Einnahmen höher sein müssen, als die Ausgaben. Und genau daran haben sich die große Mehrzahl der Scientology-Kirchen und -Missionen in Deutschland gehalten", betonen die Scientologen.

"Auch von dem Scientology angedichteten `Geheimdienst OSA' müssen sich die Verfassungsschützer nach ihren eigenen Recherchen jetzt offenbar verabschieden. Daß es sich dabei um eine Koordinationsstelle für Sozialprogramme, Öffentlichkeitsarbeit und rechtliche Belange handelt, hätte auch ohne die Schlapphüte herausgefunden werden
können," so die Scientologen. "Zum Vorwurf des `Dilettantismus` wollen wir uns nicht weiter äußern. Nur soviel: Wenn ein baden- württembergischer Verfassungsschützer im Zuge einer maßlosen Scientology-Verfolgung in der Schweiz wegen Auslandsspionage verhaftet wurde und wenn in Berlin ein Ex-Stasi-Spitzel im Sold des Verfassungsschutzes unbescholtene Bürger mit frei erfundenen Verleumdungen traktiert, besteht bei den zuständigen Behörden und den verantwortlichen Politikern zumindest ein gewisser Reformbedarf, um die Verfassung wirklich zu schützen," so die Scientologen abschließend.

Für den Inhalt und weitere Informationen: Georg Stoffel

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