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PRESSEMITTEILUNG

24.03.1999

"INTERNATIONAL HELSINKI FEDERATION FOR HUMAN RIGHTS" VERURTEILT DIE
BEOBACHTUNG SCIENTOLOGYS

OHRFEIGE FÜR HARDLINER BECKSTEIN

Unter der Titel "Religiöse Diskriminierung" stellte die in zahlreichen Ländern vertretene Menschenrechtsorganisation
"International Helsinki Federation for Human Rights" (IHF) jetzt ihren Bericht zur aktuellen Menschenrechtssituation in Deutschland bei einem Treffen der OSZE in Wien vor.

Die Kritik der renommierten Organisation an der Diskriminierungspraxis deutscher Behörden gegenüber religiösen Minderheiten erschien etwa zeitgleich mit der Forderung des Bayerischen Innenministers und evangelischen Synodalen Beckstein, der die religiöse Konkurrenz der Amtskirchen gern mit Hilfe einer Gesetzesänderung verbieten lassen
würde.

Besonders deutlich wird in dem Bericht der IHF die Beobachtung der Scientology-Kirche und ihrer Mitglieder durch den Verfassungsschutz kritisiert. Die Beobachtung wird durchgeführt, obwohl keinerlei rechtswidrige Aktivitäten festgestellt werden konnten.

Ebenfalls kritische Worte findet man in dem zweiseitigen Bericht über die Bonner Enquete Kommission. Ihre Arbeit sei von Vertretern beider Amtskirchen aber auch durch bekannte Gegner neuer religiöser Bewegungen beeinflußt gewesen. Außerdem nutzten einige der Experten ihre Position in der Kommission aus, um Medien und Gerichte mit internen Informationen zu versorgen. Schlußendlich konnten jedoch keine konkrete Gefahren aufgezeigt werden.

Neben den Scientologen sind auch zahlreiche kleinere christliche Gruppen, die Zeugen Jehovas sowie Muslims als Opfer religiöser Diskriminierung genannt.

Für mehr Informationen:
Sabine Weber & Georg Stoffel: 089/27817733