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Pressemitteilung

27. Februar 1999

Scientologen begrüßen die sechste aufeinanderfolgende Verurteilung von deutschen Menschenrechtsverletzungen durch das amerikanische  Außenministerium

Der Präsident der Scientology Kirche International, Rev. Heber C. Jentzsch, äußerte sich heute erfreut über den Menschenrechtsbericht 1998 des amerikanischen Außenministeriums als "die sechste aufeinanderfolgende
und bislang härteste Verurteilung von deutschen Menschenrechtsverletzungen durch das Außenministerium". Aber er fügte hinzu, daß trotz der jahrelangen Versuche der Regierung, Scientology in Deutschland zu unterdrücken, das Interesse der allgemeinen Bevölkerung höher ist als jemals zuvor.

"Die Menschen in Deutschland wollen Scientology", sagte Jentzsch, "die ganze Menge von Diskriminierung und Misinformationen seitens der Regierung konnte nicht verhindern, daß immer mehr deutsche Bürger die Dienste der Scientology in Anspruch nehmen."

"Es ist Zeit für die deutsche Regierung, ihrem eigenen Volk zuzuhören", sagte Jentzsch. Als Beispiel führte er die erste einer Serie von "Was ist Scientology?"-Ausstellungen letzte Woche in Stuttgart auf, die täglich von Hunderten besucht wurde und in einem Anstieg von neuen Mitgliedern resultierte.

Indem er die Details im Bericht 1998 des US Statedepartments würdigte, bemerkte Rev. Jentzsch: "Neue Exzesse durch deutsche Regierungsbeamte, unter anderem Diskriminierungen von Muslimen, den Zeugen Jehovas und zwei Seiten über die Behandlung von Scientologen."

Die Verstöße beinhalten illegales Ausspionieren von Scientologen durch deutsche Agenten im Ausland. Der Bericht beschreibt wie deutsche Regierungsbeamte "eine Kaution hinterlegt haben und sich bei den Schweizer Behörden entschuldigten, als einer ihrer Verfassungsschutz- Ermittler...von der Schweizer Polizei festgenommen wurde, nachdem er einen Informanten in Basel interviewed hatte. Der Ermittler wurde wegen Spionage und Verletzung der Schweizer Meutralität angeklagt." Der Bericht
erwähnte auch, daß "ein Bericht der Vereinten Nationen vom April 1998 bestätigte, daß Individien wegen ihrer Zugehörigkeit zu Scientology diskriminiert wurden."

Jentzsch warf der früheren Deutschen Regierung vor, ein Klima der Diskriminierung geschaffen zu haben, aber führt auch an, daß die Regierung Schröder nichts getan hat, um eine größere religiöse Toleranz zu schaffen.

Jentzsch bemerkt, daß "Deutschland immer noch in den Fängen religiöser Intoleranz, die durch die Regierung Kohl ausgebreitet wurden, feststeckt" und zitiert aus verschiedenen Teilen des Berichts:

* "`Sektenfilter', Erklärungen von Individuen, daß sie keine Mitglieder von Scientology sind, werden von einigen Unternehmen und anderen Organisationen benutzt, um Scientologen im geschäftlichen und sozialen Umgang zu diskriminieren."

* "Andere Kirchenmitglieder berichteten von Anstellungsschwierigkeiten und im Bundesland Bayern werden Bewerber für Beamtenstellen bezüglich Mitgliedschaft in Scientology überprüft."

* "Im Juni wurde der Vertrag des ausländischen Tennisprofis Arnaud Boetsch mit dem Tennisclub Karlsruhe-Ruppürr gekündigt. Er sollte den Club in der Deutschen Tennisbundesliga vertreten, wurde jedoch gekündigt, nachdem herauskam, dass er Scientologe ist.

* "Im April beantragten etwa 100 türkische Familien im Frankfurter Vorort Oberursel, die Anhänger einer gemäßigten islamischen Gruppierung sind, die Umwandlung eines Gebäudes in eine Moschee.  Die örtliche Verwaltung wies diesen Antrag energisch zurück und der Bürgermeister erklärte gegenüber der Presse, dass in Oberursel solange keine Moschee erbaut wird, bis in Mekka eine christliche Kirche gebaut worden ist.

* Türkischen Gruppen in Stuttgart wurde ebenfalls die Erlaubnis versagt, eine Genehmigung zum Umbau eines bestehenden Gebäudes oder dem Neubau einer Moschee zu bekommen.

Rev. Jentzsch sagte: "Die Regierung von Bundeskanzler Schröder versprach, den Menschenrechten eine Priorität einzuräumen. Es ist Zeit, diese Versprechen durch Taten sichtbar zu machen." Er fügte hinzu: "Erst letzte Woche wurde der Kirche eine Werbefläche verweigert, da der Vetragspartner von einem anderen Kunden - einer Deutschen Ölgesellschaft - dazu gezwungen wurde, keine Geschäfte mit Scientologen zu machen."

Der Bericht des Amerikanischen Außenministerium läßt die Zahl  der Berichte, die an der Deutschen Regierung wegen religiöser Diskriminierung Kritik üben, auf über 20 ansteigen. Dazu gehört unter anderem das Menschenrechtskommittee der Vereinten Nationen, das Menschenrechtszentrum der Universität Essex und ein Ad Hoc Kommittee, bestehend aus Mitgliedern des Britischen Oberhauses und bedeutenden Gelehrten zusammensetzt.

Für mehr Information: Sabine Weber: 089-27817733