PRESSEMITTEILUNG
29. Januar 2003
Scientology: Europaparlament kritisiert Bundesrepublik für
Diskriminierung von religiösen Minderheiten
In einem jetzt veröffentlichten Bericht des Europaparlaments über die
„Lage
der Grundrechte in der Europäischen Union" fängt sich Deutschland erneut
eine Rüge für Intoleranz und Diskriminierung gegenüber „nicht anerkannten
Religionsgemeinschaften" ein.
Im Bericht namentlich genannt: Die Scientology Kirche und die Zeugen Jehovas.
Dieser Bericht ist der erste seiner Art aus den Reihen der
Europa-Parlamentarier.
Seit 1993 werden deutsche Behörden allerdings mit zunehmender Schärfe seitens
der Vereinten Nationen und auch anderer Menschenrechtsgremien für die nicht
weg zu redende Diskriminierung von Mitgliedern der Scientology Kirche
kritisiert.
„Beweise für die teils haarsträubenden Rechtfertigungen für den
diskriminierenden
Umgang mit Scientologen fehlen von Seiten der Regierungsvertreter gänzlich.
Um Tausende von dokumentierten Diskriminierungsfällen zu ignorieren, müssen
die betroffenen staatlichen Vertreter allerdings mit zunehmender
Kraftanstrengung
aufwarten. Während einige Staatsdiener immer noch offene Ohren für geistige
Brandstifter haben, wird vor allem neuen religiösen Minderheiten jeglicher
Dialog verweigert.
Vielfache Versuche -- nicht nur seitens der Scientology Kirche -- einen
demokratischen
Konsens in der Diskussion um religiöse Minderheiten zu erreichen, scheiterten
bislang an den teilweise Jahrzehnte alten Strukturen weltanschaulicher Gegner
in oder nahe politischen Funktionen.", so Ingo Lehmann vom Menschenrechtsbüro
der Scientology Kirche Deutschland, die in München seit über 30 Jahren
beheimatet
ist.
Der Bericht führt weiterhin aus, dass die Scientology Kirche in vielen
EU-Ländern,
darunter Portugal und Schweden, als Religionsgemeinschaft anerkannt ist.
In dem Bericht wird jedoch bemängelt, dass jene Gerichtsurteile, die Scientology
als Religion anerkennen oder bestätigen, seitens der betroffenen Regierungen
einfach mißachtet werden. „Eine weitere Folge amtskirchlicher Verflechtung
mit dem Staat, für die sich Deutschland wieder und wieder eine Ohrfeige
einfängt,
anstatt auf Dialogangebote einzugehen.", sagt Lehmann.
Die oben genannten Textstellen finden Sie hier zum
Download (3 Seiten/PDF)
. Der Bericht ist im Original im Internet unter
http://www.europarl.eu.int
erhältlich
oder
hier (PDF/600 kB)
.
Für weitere Information: Ingo Lehmann, 089-27817738 oder Sabine Weber,
089-27817732