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PRESSEMITTEILUNG

31.05.1999

BECKSTEIN SOLL SEINE "GRIECHISCHEN SCHAUERMÄRCHEN" IN VERFASSUNGS-
SCHUTZ-BERICHTEN REVIDIEREN

ATHENER BERUFUNGSGERICHT URTEILT FÜR SCIENTOLOGEN

(MÜNCHEN) In einem Schreiben hat jetzt die Scientology Kirche Deutschland e.V. (Sitz München) den bayerischen Innenminister Beckstein aufgefordert, von ihm in Vorträgen und Verfassungsschutzberichten verbreitete "Schauermärchen" über Scientology in Griechenland richtigzustellen.

In dem Brief an Beckstein heißt es: "In der Vergangenheit referierten Sie immer wieder gerne über Griechenland, um unsere Gemeinschaft und unsere Mitglieder in Bayern - mangels Beweismitteln hierzulande - bewußt öffentlich zu kriminalisieren. Sie behaupteten öffentlich ein `totales` Scientology-Verbot in Griechenland. In Verfassungsschutz-Berichten aus Ihrem Haus war von Strafverfahren gegen Scientology- Verantwortliche in Griechenland wegen unlauterer `Kritiker- Bekämpfung`
bis hin zu `Todeslisten` und einer sogenannten `Freiwild- Regel` die Rede." Exemplarisch führen die Scientologen dazu detailierte Behauptungen von Beckstein in einem Kirchen-Vortrag im letzten Juli in München und im Verfassungsschutz-Bericht 1997 an.

Zur Richtigstellung der Äußerungen von Beckstein heißt es: "Ihre Äußerungen zu Scientology in Griechenland sind samt und sonders erwiesenermaßen falsch. Scientology ist in Griechenland nicht verboten und war zu keiner Zeit verboten. In einem Strafverfahren gegen 15 Vertreter eines früheren Scientology-Vereins wegen `unprovozierter faktischer Beleidigung` wurden alle Beklagten kürzlich von einem Athener Berufungsgericht offiziell und endgültig freigesprochen. Dabei betonte selbst der Anklagevertreter, daß er in Scientology eine echte Religion sieht und es niemals zu einer Anklage gegen die Scientology- Repräsentanten hätte kommen sollen, weil gegen sie keine Beweise vorlagen."

Süffisant verweisen die Scientologen Beckstein auch auf einen Artikel in der neuesten Ausgabe ihres Magazins "Freiheit": "Dort können Sie übrigens nachlesen, daß nach einem 1993 vom griechischen Inlandsgeheimdienst erstellten Bericht Sie selbst beste Chancen hätten, in Griechenland als `gefährlicher Sektierer` eingestuft zu werden. Jener Bericht bezeichnete nämlich auch christliche Gemeinschaften als `Gefahr für die nationale Sicherheit`".

Abschließend heißt es in dem Schreiben - von dem auch eine Kopie an Bundesinnenminister Otto Schily gerichtet wurde - an Beckstein: "Wir fordern Sie auf, uns innerhalb einer Woche mitzuteilen, in welcher Form Sie Ihre früheren unzutreffenden Äußerungen - auch in Ihren Verfassungsschutzberichten - zum Thema Scientology und Griechenland richtigstellen werden."

Für den Inhalt und weitere Informationen: Georg Stoffel: 089-27817733